Börse und Forex Teil 3
Doch ganz so war es nicht. Der Broker will auch verdienen. Er möchte nicht nur seine Provision, die bei jedem Handel anfällt, verdienen, sondern auch ein bisschen von Ihrem Kapital. Gerade Neulinge mit ihrer Unerfahrenheit an der Börse werden all die teuren Fehler machen und im schlechtesten Fall ihr Kapital verlieren. Ich persönlich wurde Bezieher von Strategien, die mir an jedem Börsentag gegen 08:45 Uhr per Email zugesandt wurde. Somit sollte ich punktgenau zum Start der deutschen Börse um 09:00 Uhr alle nötigen Informationen zur Verfügung haben. Inhalt der Email war die empfohlene Strategie, die in Form eines PDF-Dokuments vorlag.
Nun lag es an mir, aus diesen Sätzen die tatsächlich sicherste Handelsstrategie herauszulesen. „ Handeln Sie von … bis … Punkten so …! Beachten Sie die Eckpunkte!“ usw. Ich habe bei der damaligen Form von Prognosen nie konkrete Handelssignale erhalten. Heute weiß ich auch warum. Damals betrugen die monatlichen Kosten für derartige Prognosen für den Handel an der Börse ca. 10 Euro bis maximal 15 Euro im Monat. Also für durchschnittlich 20 Prognosen im Monat. Für im Höchstfall 0,75 Euro pro Tag kann und darf ich keine Wunder erwarten. Es waren wirklich nur langläufige Empfehlungen. Im Nachhinein las es sich meistens so, das die Prognosen auch richtig waren. Die lagen bei mir. So kam es mir vor. Doch Hinterher, nach Abschluss des Handelstages an der Börse erscheint fast jede Prognose als richtig. Mit über drei Jahren Erfahrung möchte ich jeden Neuling an der Börse raten, von derartigen Prognosen die Finger weg zu lassen. Zu viel Spielraum und zu viel eigener Entscheidungsfreiraum über eventuelle Einstiegs- und Ausstiegspunkte mit den dazugehörigen Risikoabsicherungen machen den Handel an der Börse zur reinen Zockerei. Gehen Sie andere sichere Wege, so wie ich es heute tu.
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